Der letzte Stellplatz-Abend ist vorbei, die Heizung lief schon zweimal nachts – und irgendwann im Oktober steht die Frage im Raum: Wie mache ich das Wohnmobil winterfest, ohne im März vor einem muffigen Kühlschrank und einem geplatzten Wasserhahn zu stehen?
Die gute Nachricht: Einwintern ist kein Hexenwerk. Es ist vor allem eine Packliste rückwärts. Was im Sommer reinkam, muss jetzt sortiert werden – in raus, bleibt und gehört ins Bordbuch.
1. Was raus muss
Alles, was Feuchtigkeit zieht, gammelt oder friert, hat im Winterlager nichts verloren:
- Lebensmittel – auch die „hält ewig“-Konserven. Dosen können bei Frost aufplatzen, offene Packungen locken Mäuse.
- Getränke – Wasser, Bier, Saft: Glas und Frost vertragen sich nicht.
- Textilien mit Restfeuchte – Handtücher, Badesachen, Schlafsäcke. Zu Hause waschen, trocken lagern.
- Kosmetik und Medikamente – Temperaturschwankungen tun weder Sonnencreme noch Reiseapotheke gut.
- Wertsachen und Papiere – Fahrzeugschein, Ersatzschlüssel und Navi gehören nicht in ein abgestelltes Fahrzeug.
- Batteriebetriebenes Kleinzeug – Taschenlampen, Rauchmelder-Ersatzbatterien, Fernbedienungen: Batterien raus, sonst laufen sie aus.
2. Was bleiben darf
Nicht alles muss in die Garage. Robustes kann an Bord bleiben, wenn es sauber und trocken ist:
- Geschirr, Töpfe, Besteck (gespült und trocken)
- Campingmöbel, Keile, Kabeltrommel
- Werkzeug, Ersatzsicherungen, Schläuche (leer!)
- Bettzeug nur, wenn das Fahrzeug belüftet steht – sonst lieber mit nach Hause
Tipp: Schranktüren und Kühlschrank einen Spalt offen lassen. Ein Raumentfeuchter mit Granulat hilft gegen Kondenswasser.
3. Die Technik-Checks, die man nicht vergisst – bis man sie vergisst
Einwintern ist mehr als ausräumen. Diese Punkte gehören auf jede Wohnmobil-Einwintern-Checkliste:
- Wasser komplett ablassen: Frischwassertank, Boiler, Leitungen, Abwassertank. Hähne in Mittelstellung offen lassen, Ablassventile offen.
- Toilettenkassette leeren, reinigen, offen trocknen lassen.
- Gas am Flaschenventil zudrehen. Flaschen nach den Vorgaben deines Stellplatzes oder Winterlagers lagern.
- Bordbatterie voll laden und abklemmen oder per Erhaltungslader pflegen – je nach Herstellerangabe.
- Reifen auf erhöhten Luftdruck nach Herstellerangabe bringen oder das Fahrzeug bewegen, um Standplatten zu vermeiden.
- Fenster, Dichtungen, Dachluken prüfen – kleine Risse werden im Frost größer.
Wenn du im Frühjahr HU oder Gasprüfung vor dir hast, notiere die Fristen jetzt. Wer im März erst sucht, findet Termine im Mai.
4. Was in die App kommt
Hier liegt der eigentliche Trick: Das, was du jetzt ausräumst, ist genau das, was du im Frühjahr wieder einpacken musst. Wer es jetzt aufschreibt, packt im April in zehn Minuten statt in einem Nachmittag.
In Tripvanion geht das so:
- Inventar pflegen: Was bleibt im Fahrzeug, was liegt im Keller? Einmal eintragen, im Frühjahr abhaken.
- Packliste als Vorlage: Unsere Wohnmobil-Packliste deckt Bordtechnik, Küche und Werkzeug ab – ideal als Gegenprobe beim Ausräumen. Share-Code: MOBIL6. Code merken und nach der Installation in der App eingeben.
- Bordbuch-Fristen: HU, Gasprüfung, Wartung – damit der erste Frühlingstrip nicht an einer abgelaufenen Plakette scheitert.
Die App kostet einmalig 5,99 € – kein Abo. Für die erste Tour nach dem Winter lohnt sich ein Blick in die Camping-Grundliste, falls ihr diesmal kleiner reisen wollt.
Kurz gesagt
Einwintern heißt: Wasser raus, Feuchtes raus, Wertvolles raus – und alles, was du rausträgst, einmal notieren. Dann ist das Frühjahr kein Suchspiel, sondern ein Abhaken.
Gute Winterpause – und bis zur ersten Tour 2027.
